faszinierend

Posted 4. April 2008 by
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am internet, nein der blogosphäre, ist für mich diese wunderbar anarchistische seite. gewisse realitätszwänge können elegant aufgehoben und beengendes in freiraum (freuraum?) gewandelt werden.

nun bin ich ja eine weile weggewesen, und habe jetzt - sicherlich recht spät - bei meinen lesenden spaziergängen ein blog gefunden, das bestimmt so einige lang vor mir gefunden haben. aber was ist schon zeit. für mich jedenfalls ist dieses blog genau das wunder der blogosphäre - dass die dinge hier sich selbst ‘von unten’ organisieren (lassen) und nicht hierarchisch von oben formiert werden. so kann es gespräche geben, wo kein kontakt möglich ist. es kann austausch geben, wo reserviertheit und abwendung selbstverständlich erscheint. und plötzlich wirkt nicht dieser austausch undenkbar und bizarr - statt dessen sieht die gewohnte realität unglaublich aus und so irre, wie sie eigentlich ist. also, das ist meine leseempfehlung. keine großen medien, keine lösungen, keine aufbereitung der tagespolitischen lage - einfach menschen. und absurdistand um sie herum. vielen dank für die verrückung des blickwinkels.

Life must go on in Gaza and Sderot

und wer sich ein wenig an der revolution von unten beteiligen will, kann erst mal auf die gute alte unterschrift zurückgreifen.

call for a One Month cease fire

ein wenig

Posted 1. April 2008 by
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nur ein klein wenig noch liegenbleiben, mit der aprilsonne im gesicht. nicht an den schreibtisch denken, wo wissen geballt darauf wartet, in meinen kopf gefüllt zu werden. ein wenig noch die sonne genießen, den tag, den büchern ein paar minuten abtrotzen, in denen die gedanken wandern gehen.
die gedanken nur nicht zum schreibtisch wandern lassen.. noch nicht.. na das klappt ja hervorragend. dann vielleicht ein paar morgensonnenstrahlen im gesicht mit einem prüfungsrelevanten buch in der hand? und mir sagen, es wär ein herrlicher schmöker…

whatever.

Posted 26. März 2008 by
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zum bloggen zurückkehren ist merkwürdig. es ist so lange her. mich begleiten plötzlich wieder die anfänglichen fragen, wozu schreib ich überhaupt… und worüber. hatte ich das je wirklich beantwortet? ich weiß es nicht. alles ist unsicher.. zwischenwelt.. keine klaren regeln, nur selbstgemachte. und auch die seltenst nur klar und unwiederruflich. schön, solche offenheit. und verunsichernd.
vielleicht wäre es viel einfacher, musik zu machen. oder zu malen. nur wenn ich singe, wer hört da schon freiwillig hin!  schreiben ist immer wieder so zäh, so unerfreulich, so quälend langsam. und aufwühlend. und, ja, beglückend auch. naja. ich kann das eh nicht richtig berechnen oder regulieren. also wozu solche gedanken. es kommt schon, kommt schon. whatever.

fertig

Posted 20. März 2008 by
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geworden, doch jeden morgen vor sieben schon voll gedanken.
entspannen können, aber die spannung nicht loslassen.
einen rückblick wagen, und voll aufregung für kommendes sein.

dass fertig nie abgeschlossen, sondern immer der erste schritt ins weitere ist.
mittendrin sein, ach tut das gut!!!

kann ich

Posted 31. Dezember 2007 by
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mich wohl mit 30 noch mal neu erfinden?

schon

Posted 28. August 2007 by
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ein jahr. ein jahr schon! nur der blick auf mein archiv sagt mir, dieses blog gibts schon… ja.

ich sitze müde mit recht krumpeligen gehirnfissuren, also krumpeliger noch als sonst tagsüber, am fenster und sehe auf den wald hinaus. auf meinen ronjaräubertochterwald, der wie ich ja seit letztem winter, als die grüne pracht nur noch aus braunen skeletten bestand, weiß, gar kein ronjaräubertochterwald ist. nur einige bäume, eine menge mehr als man in der großstadt das ganze jahr über sieht, sogar, aber noch lange kein ronjaräubertochterwald. ich sehe ihn mir trotzdem an, heute morgen, und sei es nur weil er direkt vor dem fenster ist. aber ich mag ihn, mag auch das wolkenspiel das mit regen droht und zugleich sonne verheißt, was der himmel über nrw ja in diesem sommer öfters getan und nichts davon eingelöst hat, sondern uns in der undifferenzierten grauen verwaschenheit uns selbt überlassen hat. was stört es den himmel, wenn wir unten an luftfeuchtigkeit fast ertrinken.

so könnte ich weitermachen, von all den nacktschnecken schreiben, die, ebenfalls vorm fenster angesiedelt, die luftfeuchtigkeit lieben und plagenartig die terrasse entlang und die wände hinaufglitschen. bei den spuren am fenster wird es sich wohl um die gleichen viecher handeln, ob das wohl gequietscht hat, wenn sie endlich doch der anziehungkraft nachgegeben haben und das große fenster wieder runtergerutscht sind? - so könnte ich von den pferden schreiben, auf denen ich am wochenende zum ersten mal seit 18 jahren gesessen hab, von dem wochenende mit besuch im sauerland (jawohl. falls ich es noch nicht erwähnte, hier in der straße ist es vor jedem haus verboten, zu parken, außer für bewohner - der sauerländer hält wohl nicht so viel von besuch. nu, wir schon.)

ja ich könnte einiges erzählen aber meine gehirnfissuren krumpeln immer noch, auch nach dem ersten kaffee. ich mach mir mal noch einen. und laß das mit dem uninspirierten schreiben. nur weil das blog geburtstag hatte, muß ich ja nicht menschen die das hier noch freiwillig lesen mit morgendlichem redefluß quälen. also, so long!

nie weiß

Posted 5. August 2007 by
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man, was kommt. ich weiß nicht einmal, was ich morgen will. nie hätte ich bei dem letzten post gedacht, dass es der letzte für so lange zeit sein könnte. nie habe ich auch beschlossen, hier nicht mehr zu schreiben. natürlich ist es nicht einfach so passiert, denn nichts passiert einfach so.

immer wieder glaube ich aber einiges zu wissen. vielleicht ist es nur einbildung. in diesem fall aber gehe ich davon aus, dass es auch in der nächsten zeit noch recht still hier zugehen wird. denn ich befinde mich in einer zeit, da ich ohnehin so viel denken muß und schreiben. diplomarbeitszeit auch genannt. spannend, aufreibend, erdrückend, beflügelnd, verzweifelnd, was das so alles mit sich bringt. da habe ich dem ganzen web2.0 einfach radikal den rücken gekehrt. nicht einmal blogs gelesen hab ich mehr, und sei es nur um zu verhindern, dass ich das täglich stundenlang tue. ein mittelweg scheint mir schwer umzusetzen.

naja, ich muß sagen, es nagt ein wenig.. ich vermisse das geschreibe und gelese und so fort. also, falls hier überhaupt noch jemand liest, ab und zu komm ich mal vorbei. und lese auch bei euch vorbei. und freu mich drauf. machts gut.

der traum vom fliegen

Posted 7. Mai 2007 by
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heute nacht vom fliegen geträumt. ich war die pilotin, in einem kleinen, leichten, gelben metallischen flugzeug. und hatte einen mitflieger. dann kam jemand in einem größeren, schnelleren und sicher schwereren flugzeug und hakte uns vorne ein, um uns abzuschleppen zum nächsten flughafen oder werweißwohin. mein mitflieger und ich haben uns kurz besprochen, und befunden, dass das risiko des absturzes beim durchschneiden des abschleppbands, der flugfessel vielmehr, geringer zu schätzen sei als der verlust der freiheit. freiheit!

so schnitten wir das band durch, ungewiss, was passieren würde.

was passierte war der wecker. ich werde wohl nie erfahren, wie der traum ausgegangen wäre - aber ich muß sagen, ich fühl mich heute ausgesprochen frei.

jemand mit titten

Posted 22. April 2007 by
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heute morgen im sauerland. willens, einen ausflug zu machen, vielleicht einen badesee zu finden, steigen f und ich in mein auto. drehen am zündschlüssel. noch mal. nichts tut sich. verdammt. die stellung des hebels zeigt eindeutig, ich hab das licht angelassen. und kein überbückungskabel in sicht.

f macht sich auf, um drei sauerländer, die auf der anderen straßenseite in der sonne sitzen, nach einem kabel zu fragen. er leitet es ein, ‘ich will ja keine namen erwähnen, aber jemand hat das licht angelassen…’

‘bestimmt jemand mit titten’, schallt es aus der männerrunde, ‘höhöhöhöhö’, gemeinschaftliches lachen.. bzw. grölen. pikiert-verunsichertes lächeln seitens f. ich, 10 meter entfernt, denke, nein. das haben die nicht gesagt. hast dich verhört, bestimmt. (erstaunt hat mich natürlich weniger das freudig vorgetragene stereotyp als die zünftige ausdrucksweise am frühen morgen.)

solcherdings im machogehabe befriedigt, macht man sich nun auf, tatkräftige nachbarschaftshilfe zu leisten, innerhalb von weniger als fünf minuten ist das kabel bereits an meinen wagen und an den vom nachbar flugs herbeigefahrenen stromhabenden helfswagen angeklemmt. nun bemüht man sich um entschärfung des nicht rückgängig zu machenden, jeder habe ja schon mal das licht angelassen, nein, das passiere _natürlich_ nicht nur frauen. nun, denke ich, ich war es nicht, der man erklären muß, dass licht anlassen durchaus kein geschlechtsspezifisches merkmal ist. seis drum. wagen wieder flott, schnell die meute hinter uns gelassen.

unterwegs fragt f dann etwas geknickt, hat dich das eigentlich verletzt? ich muß einen moment überlegen, das war natürlich saudumm, klar, aber sowas steckt frau ja schließlich seit nunmehr fast 30 jahren weg. nicht wegstecken hat bekanntermaßen eskalation zur folge, belächelt werden als hyperempfindliche emanze. dann sagt f, hätten sie gesagt, das war bestimmt ein ausländer, das hätte mich schon verletzt.

ja, da ist es wieder. er hat ja recht, nicht zuletzt ich habe, ohne mich lobhudeln zu wollen, einiges mit für diese sensibilisierung getan. was ich bei chauvinistischen nachbarn wegstecke, stecke ich zu hause längst nicht weg. und, klar, hätten sie ausländer gesagt, hätte ich selbst es viel heftiger empfunden, ich wäre wütend gewesen, soviel ist sicher. hätte das nich tmit schulterzucken abgetan.

also, note to self: auch wenn es die nerven nicht schont, ist so manche empfindlichkeit wichtig, wichtig sie nicht zu verlieren. und, ja, auch das ist wahr: ich bin eben eine emanze. eine mit titten. und stolz drauf bin ich auch.

april?

Posted 19. April 2007 by
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vor gut drei wochen schnee geschaufelt. vor fünf tagen bei 30° am see gebrütet und die grillsaison eingeläutet. heute morgen sprachlos eis von der heckscheibe gekratzt. das kann man doch mit april nicht rechtfertigen.