schon

ein jahr. ein jahr schon! nur der blick auf mein archiv sagt mir, dieses blog gibts schon… ja.

ich sitze müde mit recht krumpeligen gehirnfissuren, also krumpeliger noch als sonst tagsüber, am fenster und sehe auf den wald hinaus. auf meinen ronjaräubertochterwald, der wie ich ja seit letztem winter, als die grüne pracht nur noch aus braunen skeletten bestand, weiß, gar kein ronjaräubertochterwald ist. nur einige bäume, eine menge mehr als man in der großstadt das ganze jahr über sieht, sogar, aber noch lange kein ronjaräubertochterwald. ich sehe ihn mir trotzdem an, heute morgen, und sei es nur weil er direkt vor dem fenster ist. aber ich mag ihn, mag auch das wolkenspiel das mit regen droht und zugleich sonne verheißt, was der himmel über nrw ja in diesem sommer öfters getan und nichts davon eingelöst hat, sondern uns in der undifferenzierten grauen verwaschenheit uns selbt überlassen hat. was stört es den himmel, wenn wir unten an luftfeuchtigkeit fast ertrinken.

so könnte ich weitermachen, von all den nacktschnecken schreiben, die, ebenfalls vorm fenster angesiedelt, die luftfeuchtigkeit lieben und plagenartig die terrasse entlang und die wände hinaufglitschen. bei den spuren am fenster wird es sich wohl um die gleichen viecher handeln, ob das wohl gequietscht hat, wenn sie endlich doch der anziehungkraft nachgegeben haben und das große fenster wieder runtergerutscht sind? – so könnte ich von den pferden schreiben, auf denen ich am wochenende zum ersten mal seit 18 jahren gesessen hab, von dem wochenende mit besuch im sauerland (jawohl. falls ich es noch nicht erwähnte, hier in der straße ist es vor jedem haus verboten, zu parken, außer für bewohner – der sauerländer hält wohl nicht so viel von besuch. nu, wir schon.)

ja ich könnte einiges erzählen aber meine gehirnfissuren krumpeln immer noch, auch nach dem ersten kaffee. ich mach mir mal noch einen. und laß das mit dem uninspirierten schreiben. nur weil das blog geburtstag hatte, muß ich ja nicht menschen die das hier noch freiwillig lesen mit morgendlichem redefluß quälen. also, so long!

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